Innenminister NRW und Schirmherr von upendo Herbert Reul
im Auftrag des MIK NRW, Foto:
Jochen Tack

Liebe Mitglieder, Unterstützer und Freunde von upendo,

das Jahr 2020 war nicht nur in Deutschland von Corona geprägt – auch die Menschen in Tansania hat es hart getroffen. Umso beeindruckender, dass es Dr. Fred Heimbach und seinen Mitstreitern gelungen ist, zahlreiche Projekte zu vollenden und andere weiter voran zu bringen.

Ein Projekt des vergangenen Jahres möchte ich hervorheben: Die Fertigstellung einer neuen Grundschule in Emboreet. Jetzt können die Kinder aus der Umgebung von Emboreet endlich vor Ort eine Schule besuchen. Zuvor mussten Sie oft einen stundenlangen Fußweg bewältigen und saßen in völlig überfüllten Klassenräumen. Ein unhaltbarer Zustand. Dank großer Spendenbereitschaft und der Unterstützung einer Stiftung konnte das Projekt verwirklicht und den Kindern eine neue Perspektive gegeben werden.

Auch das Handwerkerzentrum im Simanjiro-Distrikt wird unermüdlich weiter ausgebaut. Dank neuer Werkstatthallen können bereits im Sommer 2021 nicht nur weitere Mauerlehrlinge, sondern auch Schreiner und Schlosser ausgebildet werden. Jungen und Mädchen.

Ich bin sehr gespannt, welche neuen Projekte uns im Jahr 2021 erwarten und freue mich, diese wertvolle Arbeit begleiten zu dürfen.

Ihr Herbert Reul


2020 – ein von der Corona-Pandemie geprägtes Jahr

Treffen mit einer Frauengruppe

Wir können wieder einmal dankbar auf ein Jahr zurückblicken, auch wenn die Reisebeschränkungen durch die Corona-Pandemie die Projektabstimmung mit unseren Partnern in Tansania deutlich erschwert haben. Dennoch konnten alle Projekte planmäßig durchgeführt und neue Projekte begonnen werden. 2020 war nicht nur bei uns in Deutschland und Europa von Corona geprägt, sondern auch in Tansania – wenn auch grundsätzlich anders. Nachdem sich das Virus in den ersten Monaten des Jahres im Land ausgebreitet hatte, wurden alle Schulen und Universitäten geschlossen, jede Form von öffentlichen Versammlungen verboten und die Menschen zu Hygienemaßnahmen wie Händewaschen, Abstandhalten und Maskentragen angehalten. Aber bereits Ende Juni 2020 wurden Schulen und Universitäten wieder geöffnet und öffentliche Versammlungen gestattet. Der Präsident signalisierte der Bevölkerung, Corona sei überwunden, sodass sich das Leben wieder normalisierte und die Mehrheit der Bevölkerung entsprechend unbedarft lebte. Das ging auch in der zweiten Jahreshälfte soweit gut, bis sich dann aber Anfang 2021 die Corona-Situation wieder verschärfte.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind für Tansania gravierend. Der Tourismus als wichtigster Wirtschaftszweig ist fast vollständig zum Erliegen gekommen, und viele Menschen und Betriebe standen ohne jedes Einkommen da. Ohne Kurzarbeitergeld, Arbeitslosenversicherung und einen staatlichen Schutzschirm kämpften sie ums Überleben. Auch wenn die Grenzen für Touristen bereits Mitte 2020 wieder geöffnet wurden, kamen kaum Gäste ins Land, einmal abgesehen von den osteuropäischen Touristen auf Sansibar.

Nach dem Ende des Lockdowns hat sich Mitte 2020 auch das Leben für unsere Partnerorganisation ECLAT Development Foundation normalisiert. Treffen mit den Frauengruppen in den Dörfern waren nach einem nur relativ kurzen Lockdown wieder möglich, wie auch die Kurse für Frauen am Seminarzentrum von ECLAT. Unser Engagement zum Ausbau der Schulinfrastruktur im Land war 2020 zu keiner Zeit durch die Pandemie beeinträchtigt. Die Bauarbeiten an den Primarschulen und der Weiterbau der Sekundarschule in Emboreet verliefen planmäßig, wie auch ab Oktober die zweite Ausbauphase des Handwerkerzentrums: Dort sollen bereits ab Juli 2021 neben den Maurerlehrlingen auch Schreiner und Schlosser ausgebildet werden.


Wo wirkt upendo?


Neu- und Ausbau von Primarschulen

In den neuen Klassenräumen der Primarschule Lemooti

Die Primarschulen in abgelegenen Gegenden Tansanias wie dem Simanjiro-Distrikt sind zumeist in einem katastrophalen Zustand – viele wurden noch in der Kolonialzeit für die damals geringe Zahl von Schülern gebaut. Seitdem ist so gut wie nichts renoviert worden, die Zahl der Schüler, die in diesen Räumen unterrichtet wird, hat sich allerdings vervielfacht, oft auf mehr als 100 Kinder je Klassenraum. 2020 haben wir an insgesamt 11 Primarschulen Tansanias gebaut: neun Schulen wurden renoviert und/oder erweitert, zwei neue wurden gebaut.

Ende September konnte die neue Lenaitunyo Primary School in Emboreet an die Regierung übergeben werden. Das Magazin Chrismon hatte Anfang 2020 in einem Artikel des Fotojournalisten Claudio Verbano über das Schulmädchen Pendo berichtet, das täglich viele Stunden von ihrem Zuhause zur Schule gehen muss – und abends wieder zurück (siehe Seiten 6 bis 7). Chrismon hat unsere Entscheidung, in der Wohnnähe dieses Mädchens (und vieler anderer Kinder) eine neue Schule bauen zu wollen, zu einem Spendenaufruf genutzt. Die Resonanz darauf war so groß, dass wir deutlich mehr Gebäude bauen konnten als zunächst geplant. Mit der zusätzlichen Unterstützung einer Stiftung konnten Ende September 2020 fünf neue Klassenräume, zwei Wohnhäuser für Lehrer (für die es dort ansonsten keine Wohnmöglichkeiten gibt) und eine neue Toilettenanlagen übergeben werden. Dann zogen die Schüler ein. Pendo und viele andere Kinder in der Gegend von Emboreet haben nun einen vertretbaren Schulweg zu ihrer neuen Schule.

Die anderen Schulen der Umgebung sind dankbar dafür, dass viele ihrer Kinder jetzt an einer anderen Schule unterrichtet werden, sodass sich die Zahl der Kinder in den Klassenräumen spürbar reduziert – einmal abgesehen davon, dass nach wie vor viel zu viele Kinder in einer Klasse sind.

Das neue Schulgebäude der Primarschule Lenaitunyo


Der Bau der Sekundarschule in Emboreet ist fast vollendet

Praktikum im Biologie-Laboratorium der Sekundarschule Emboreet

Der Ausbau der Sekundarschule in Emboreet geht langsam dem Ende entgegen. 2020 wurde ein weiteres Dormitorium für Jungen gebaut, die Toiletten- und Waschanlagen erweitert und Erste-Hilfe-Räume sowie vier neue Wohnhäuser für Lehrer gebaut. Inzwischen werden gut 600 Schülerinnen und Schüler an der Schule unterrichtet, als nach wie vor einziger Schule des Distrikts, die bis zum Abitur (O-level) führt. Die Ergebnisse der zentralen staatlichen Abschlussprüfungen im vergangenen Jahr sind kein herausragendes Ergebnis, aber ein gutes, das weiter Hoffnung macht: Alle 59 Schüler haben die Prüfungen bestanden, 2 nach unserer Klassifizierung mit „sehr gut“, 15 mit „gut“, 41 mit „befriedigend“ und nur 1 mit „ausreichend“. Die Regierung hat die Schule als Schwerpunktschule für eine naturwissenschaftlich orientierte Ausbildung ausgewählt. Mit Computerzentrum, Bücherei und naturwissenschaftlichen Laboratorien hat sie landestypisch einen hohen Ausrüstungsstandard. 2021 wollen wir den Ausbau der Sekundarschule abschließen.









Erweiterung des Handwerkerzentrums

Die neuen Werkstatthallen am Handwerkerzentrum

In den letzten Monaten des Jahres wurde intensiv am Handwerkerzentrum gebaut, vor allem an den neuen Werkstatthallen. Diese sind auch in Tansania von zentraler Bedeutung für eine handwerkliche Ausbildung und müssen auch in Tansania adäquat ausgebaut und ausgestattet werden. Bereits im Juli 2021 sollen neben den bisherigen Maurerlehrlingen auch Schreiner und Schlosser ausgebildet werden, Jungen und Mädchen. Bisher haben Jugendliche, die sich an den Schulen nicht für eine akademische Ausbildung qualifizieren konnten, im Distrikt keine Chance auf eine handwerkliche Ausbildung. Jetzt aber können sie etwas lernen, anstatt ihr Glück in den Großstädten des Landes zu versuchen oder zurück in ihre Dörfer zu gehen, um wie ihre Vorväter Vieh zu hüten und bereits mit jungen Jahren Familien zu gründen. Sie können sich im Distrikt niederlassen und zur wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Heimat beitragen. Neben den Bauarbeiten und der Anschaffung von Werkzeugen und Maschinen gehört auch die Vorbereitung der Ausbildung nach dem deutschen dualen Ausbildungsmodell dazu. Die Schule wird von VETA betrieben werden, der für die handwerkliche Ausbildung verantwortlichen staatliche Behörde.


PENDO‘S LANGER SCHULWEG

Auszug aus der Reportage: Long Walk Home von Claudio Verbano

Die zehnjährige Pendo steht jeden Morgen sehr früh auf, um ihren fast 20 km langen Schulweg zu bestreiten


Nebel liegt über der Savannenlandschaft in der Nähe des Tarangire Nationalparks in Tansania. Es ist 4 Uhr morgens, noch zwei Stunden bis zum Sonnenaufgang. Es ist kein Geräusch zu hören in der kleinen Massai-Siedlung, Bewohner und Tiere befinden sich noch mitten im Schlaf. Nur in einer der Hütten regt sich etwas: Die zehn Jahre alte Pendo zieht ihre Schuluniform an und macht sich auf ihren vier Stunden langen Schulweg…

Es ist stockdunkel, das Gras rund um die Siedlung ist noch feucht vom Nebel. Pendo verabschiedet sich von ihrer Mutter Dahab, der einzigen Person, die so früh mit ihr aufsteht. Es bleibt ein Geheimnis, wie Pendo das ohne Wecker schafft, da nicht einmal ein Hahn um diese Zeit kräht. Ihre Mutter gibt ihr etwas Milch, bevor sie das Haus verlässt. Pendo lebt gemeinsam mit ihrer Mutter, ihrer kleinen Schwester und ihrem jüngeren Bruder in einem traditionellen Massai-Boma. Ihr Schulweg ist lang und beschwerlich, insgesamt sind es fast 20 Kilometer zur Schule, und 20 Kilometer zurück nach Hause, jeden Tag. Auf ihrem Weg läuft sie die erste halbe Stunde allein, was nicht ungefährlich ist, da es neben Giraffen, Zebras und Büffeln auch Hyänen und andere Tiere gibt, die jederzeit ihren Weg kreuzen können. Pendo ist stets froh, nach und nach auf andere Kinder zu treffen. Sie läuft mit schnellem und entschlossen Schritt Richtung Schule.

Bereits seit vier Jahren läuft Pendo diese Strecke, sie kennt jeden Stein, jeden Baum und kann daher genau abschätzen, wo sie sein muss, wenn die Sonne aufgeht, um rechtzeitig zur Schule zu kommen. Wer zu spät kommt, wird von den Lehrern oft heftig ermahnt. Pendo treibt die anderen Kinder an, sich zu beeilen. Lange kann sie aber keine Rücksicht nehmen, denn ihr Ziel ist es, die Schule vor acht Uhr, also vor dem Morgenappell zu erreichen. Wenn um 6 Uhr 30 die Sonne aufgeht, wird es schlagartig wärmer. Die Sonne ist so stark, dass bereits kurze Zeit später der Nebel verschwindet und aus der kühlen Nacht ein heißer, staubiger Morgen erwacht. Pendo lässt sich davon nicht beeindrucken und führt ihre kleine Gruppe ohne Pause zur Schule.

Nach fast vier Stunden Fußmarsch ist Pendo am Ziel: Sie erreicht ihr Klassenzimmer und ist nur wenige Minuten zu spät. Ihr Lehrer Innocent hat ein Nachsehen mit ihr, da er genau weiß, welch weiten Weg sie bereits hinter sich hat, nur um jetzt ihren Tag zu beginnen. Er belässt es bei mahnenden Worten und Pendo nimmt Platz.

Auch wenn sie oft müde in der Schule ist, bemüht
sich Pendo im Unterricht immer gut mitzumachen.

Das junge Mädchen ist oft müde in der ersten Stunde und schläft manchmal kurz ein. Die Anstrengung, die sie zuvor vollständig ignorieren konnte, setzt ihr jetzt doch zu. Ihre Lehrer tolerieren das eigentlich ungern, lassen sie aber dennoch ein wenig ausruhen. Alle wissen, dass sie viel besser in der Schule sein könnte, wenn sie nicht so viele Stunden laufen müsste. Immerhin strengt sich Pendo sichtlich an, dem Unterricht zu folgen, meldet sich und versucht vor allem im Geografie Unterricht und Kisuaheli gut mitzumachen, was nicht einfach ist bei fast 50 Kindern pro Klasse.

In jeder Pause versucht Pendo, ihre Hausaufgaben zu machen und Stoff aus dem Unterricht zu wiederholen. Dazu fragt sie oft andere Mitschüler um Rat. Im Gegensatz zu vielen Anderen hat Pendo nach der Schule keine Zeit, um noch einmal etwas für die Schule zu tun. Ohne Strom und Licht zu Hause gibt es keine Möglichkeit, dort ein Buch zu lesen. Es ist ohnehin bereits dunkel, wenn Pendo zu Hause ankommt.

Für Pendos Vater Maiseyey war immer klar, dass seine Tochter einmal zur Schule gehen soll: „Ich liebe unsere Traditionen, aber als verantwortungsvolle Eltern ist es auch unsere Pflicht, unsere Kinder auf die Zukunft vorzubereiten. Die Schule ist eine Chance für uns, wie wir uns selbst für unsere Rechte einsetzen können.” Es sind oft die Herausforderungen, die uns stärker und entschlossener machen, für etwas zu kämpfen. Pendo hat längst bewiesen, wie sehr sie für eine Schulausbildung kämpft.

Mutter Dahab legt ihrer Tochter die Hand auf
die Stirn – eine typische Begrüßung der Massai.

Zu Hause teilt sich Pendo das Bett mit ihrer
kleinen Schwester. In Zukunft möchten sie
zusammen zur Schule gehen.























Fotos: Claudio Verbano


Frauenarbeit von ECLAT

Eine Frauengruppe lernt
Gemüse anzupflanzen


ECLAT versucht seit vielen Jahren, die Rolle der Frauen in der Kultur der Massai zu stärken. Philomena Kiroya hat diese Arbeit begründet und leitet sie. Dazu gehört die Betreuung von 75 Frauengruppen mit insgesamt etwa 2000 Frauen in den Dörfern des Distrikts. Die Grup¬pen werden von den Mitarbeiterinnen von ECLAT in den Dörfern besucht, um Erfahrungen auszutauschen und bei Problemen zu beraten. Fast alle Gruppen haben inzwischen einen Mikrokredit erhalten, mit dem sie selber zu wirtschaften lernen sollen. Viele tun sich schwer damit, auf einmal eigenes Geld zu besitzen und damit erfolgreich wirtschaften zu sollen. Einige haben wirtschaftlichen Erfolg, andere kaum.

Seit über drei Jahren kommt zudem Woche für Woche eine der Frauengruppen im Seminarzentrum für die Frauenarbeit von ECLAT zusammen, um dort von den beiden Lehrerinnen intensiv geschult zu werden und gemeinsam über die Gruppe und ihren Erfolg oder Misserfolg nachzudenken. Auch das ist keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass kaum eine der Frauen je auf einer Schulbank gesessen hat, um Lesen und Rechnen zu lernen.


Wasserfiltrationsanlage PAULA

Sauberes Trinkwasser aus der
PAULA-Anlage in Sukuro


Bereits seit vier Jahren erhält die Bevölkerung in Sukuro hygienisch sauberes Trinkwasser, das aus dem verschmutzten und mit Krankheitskeimen belasteten Stausee entnommen und im PAULA Container durch Membrane filtriert wird. Die Bevölkerung hat sich inzwischen daran gewöhnt, einen geringen Betrag für sauberes Wasser bezahlen zu müssen. Und das Wasserkomitee des Dorfes hat gelernt, die Anlage verlässlich zu betreiben und mit dem eingenommenen Geld Personal zu bezahlen und Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien anzuschaffen. ECLAT braucht nur noch hin und wieder „nach dem Rechten zu sehen“ oder bei größeren technischen Problemen nach Lösungen zu suchen. In Zusammenarbeit mit der PAULA Water GmbH entsteht zurzeit eine zweite solche Anlage im Dorf Narakauo.






Zusammenarbeit mit PAMS im Konfliktfeld Mensch – Natur

Schülerinnen lesen das Buch „Juma die Giraffe“


upendo unterstützt die PAMS-Foundation bei der Umweltbildung an Schulen. Die Vision von PAMS ist eine Welt, in der die Wildtiere und Nationalparks geschützt sind und die Menschen in ihrer Nähe sicher leben können und den Wert der Natur verstehen. Da die wilden Tiere des Parks die Lebensgrundlagen der angrenzenden Bevölkerung bedrohen und die Grasflächen der Parks den Tierherden der Massai nicht als Weideflächen zur Verfügung stehen, ist die Bevölkerung kaum bereit, den Tier- und Naturschutzgedanken mitzutragen. Die Bildungsarbeit an den Sekundarschulen im Bereich des Tarangire-Nationalparks wurde auf etwa 10 Sekundarschulen ausgeweitet und beeinflusst heute etwa 2.000 Kinder. Der „Club” ist sehr beliebt, ein großer Teil der Schülerinnen und Schüler nimmt an den freiwilligen Veranstaltungen teil. Sie lernen den Sinn von Natur- und Tierschutz, das Pflanzen von Bäumen, und sie besuchen die angrenzenden Nationalparks. Dabei lernen sie, die wichtigsten Umweltprobleme ihrer Region zu verstehen.

Eine Straße durchquert den Elefantenkorridor; vorne ein Feld

Auch unser Projekt zum Schutz des Elefantenkorridors am Ngorongoro-Krater konnten wir im letzten Jahr weiterführen. Die Elefanten im Krater wandern auf jahrhundertealten Routen aus dem Krater in andere Nationalparks. Durch das starke Wachstum der tansanischen Bevölkerung suchen aber immer mehr Menschen nach Möglichkeiten, neue Felder anzulegen. So kommt es leicht zu gefährlichen Begegnungen mit wilden Tieren: Jährlich werden viele Tansanier dabei getötet. Aber Elefanten kommen zur Futtersuche auch gerne auf erntereife Felder, sodass die Menschen Hunger leiden. Durch einen Schutzzaun entlang des Korridors bleiben die Elefanten nun im Korridor. Der „Zaun“ besteht aus in Chili-Sud getauchten Tüchern. Der Geruchssinn von Elefanten ist hochsensibel; die Tiere bleiben dem Zaun fern und fressen nicht die Felder der Bauern kahl oder kommen in die Dörfer. So lernen die Bauern, sich und ihre Felder zu schützen und mit den wilden Tieren zu leben. Nur dann sind sie verständlicherweise auch bereit, den Nationalpark-Gedanken und die Existenz der wilden Tiere zu akzeptieren.



Einnahmen von upendo im Jahr 2020

upendo bedankt sich bei all denen, die unsere Arbeit in jedweder Form unterstützen, auch im Namen der betroffenen Menschen in Tansania. Besonderer Dank für die upendo gemäß dem Kassenbericht 2020 gewährte Unterstützung geht an den Freundeskreis und folgende Organisationen:

item GmbH Tansania Stiftung




Ausgaben von upendo im Jahr 2020

upendo hatte für die Realisierung der Projekte in Tansania gemäß dem Kassenbericht 2020 folgende Ausgaben:

Für upendo ist Transparenz ein zentrales Thema. Unsere jährlichen Kassenberichte unterliegen einer externen Prüfung durch die unabhängige externe Steuerberatungsgesellschaft JC Junga Consulting GmbH in Solingen. Auch die dem Kassenbericht 2020 von upendo zugrunde liegenden Aufzeichnungen wurden von dieser Steuerberatungsgesellschaft begutachtet und auf Ordnungsmäßigkeit geprüft. Die Steuerberatungsgesellschaft JC Junga Consulting GmbH hat upendo im Schreiben vom 05.03.2021 die Richtigkeit des Kassenberichts für das Jahr 2020 testiert, der mit Angabe des Kassenbestands Anfang und Ende 2020 auch hier auf unserer Homepage veröffentlicht ist.


WER ist upendo, WIE arbeitet upendo und WAS macht upendo?

Schüler in einem Klassenraum: Wir wollen ihnen eine reelle Chance geben.

upendo ist ein Verein zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit auf kommunaler Ebene in Afrika, insbesondere in Tansania. Die Projektarbeit wird in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Vertretern der Bevölkerung und der Regierung, die letztlich die Verantwortung für Land und Leute trägt, geplant und durchgeführt. Die regelmäßigen Beratungen auf Distrikts- und Regierungsebene waren auch im Jahre 2020 eine wichtige Grundlage unserer Arbeit. Bei upendo arbeiten nur Einheimische vor Ort. In unseren beiden Partnerorganisationen ECLAT und PAMS sind alle Projektleiter befähigte Einheimische, die ihren Landsleuten aus Armut und Rückständigkeit heraushelfen wollen und ihren kulturellen Fortschritt selbst gestalten. Mit der Kultur ihrer Mitmenschen bestens vertraut, können sie grundlegende Änderungen einleiten und auf eine Weise vermitteln, dass sie Akzeptanz finden.


Gründer des Vereins ist Dr. Fred Heimbach. Dem Vorstand gehören ferner Alexander Nikolakis und Joachim Buchmüller an.
Kontakt: upendo – Verein zur Förderung von Entwicklungsprojekten in Afrika e.V., Am Rauenbusch 13, D – 42799 Leichlingen
E-Mail: heimbach@upendo-entwicklungsprojekte.de

Fotos: ECLAT, Rüdiger Fessel, Fred Heimbach, PAMS, Claudio Verbano

© 2014-2020 upendo e.V
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Übersetzungen: Marita Sand