NRW Innenminister Herbert Reul
im Auftrag des MIK NRW, Foto:
Jochen Tack

Liebe Mitglieder und Unterstützer von upendo,

als Dr. Fred Heimbach mich gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, upendo-Schirmherr zu werden, habe ich sofort zugesagt. Denn ich finde das Engage­ment des Vereins einmalig und vorbildlich. Upendo zeigt sehr eindrucksvoll, dass wir alle etwas bewegen können -wenn wir etwas tun. Getragen von der Idee der Nächstenliebe und einer großen Kenntnis des Landes, der Kultur und der Menschen bringt upendo in Tansania wichtige Projekte voran. Es geht um Bildung. Es geht um Gesundheit. Es geht um Gleichberechtigung. Kurzum: Es geht darum, das Leben der Menschen besser zu machen. Mir ist es ein persön­liches Anliegen, die wichtige Arbeit des Vereins noch bekannter zu machen. Ich freue mich darauf, daran als Schirmherr künftig mitarbeiten zu dürfen. Und ich hoffe, dass wir gemeinsam noch mehr für die Menschen in Tansania bewegen können.

Ihr Herbert Reul


WER ist upendo, WIE arbeitet upendo und WAS macht upendo?

upendo ist ein Verein zur Förderung der Entwicklungszusammenarbeit auf kommunaler Ebene in Afrika, insbesondere in Tansania. Die Projektarbeit wird in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Staatsregierung, welche letztlich die Verantwortung für Land und Leute trägt, geplant und durchge­führt. Dr. Fred Heimbach, Begründer des Vereins, hat in mehr als 20-jähriger Projektarbeit ein großes, wirkungsvolles Netzwerk einheimischer Führungsper­sonen aus Entwicklungsprojekten und der Landespolitik aufgebaut. Die regel­mäßigen Beratungen in Tansania auf Distrikts- und Regierungsebene sowie mit der Deutschen Botschaft sind eine wichtige und wegweisende Grundlage unse­rer Arbeit.

Bei upendo arbeiten nur Einheimische vor Ort. In unseren beiden Partnerorga­nisationen ECLAT und PAMS sind alle Projektleiter befähigte Ein­heimische, die ihren Landsleuten aus Armut und Rückständigkeit heraushelfen wollen und ihren kulturellen Fortschritt selbst gestalten. Mit der Kultur ihrer Mitmenschen bestens vertraut, können sie grundlegende Änderungen einlei­ten und auf eine Weise vermitteln, dass sie Akzeptanz finden.

Besuch beim Ministerpräsidenten (v.l.n.r. : Joachim Buchmüller, Bakiri Angalia, Toima Kiroya, Kazim Majaliwa, Fred Heimbach; 15.08.2018)

Im August 2018 begrüßte Premierminister Kazim  Majaliwa beim Treffen in der Landeshauptstadt  Dodoma insbesondere unsere Bemühungen, staatliche Schulen im Land zu unterstützen. Die Möglichkeiten der Regierung reichen bei Weitem nicht  aus, die vielen Schulen im Land (ca. 15.000 Primarschulen und 3.500 Sekundarschulen) in einem akzeptablen Zustand zu halten. Majaliwa bedankte sich im Namen der tansanischen Regierung bei den Menschen und Organisationen in Deutschland, die durch upeno und ECLAT mithelfen, die Bildungssituation in Tansania zu verbessern. Neben dem Bau von Schulen setzt sich upendo auch für die Stärkung der Frauen in der Massai-Kultur ein. Und mit unserer Partnerorganisation PAMS möchten wir im Konfliktfeld zwischen Mensch und Natur auf eine nachhaltige Koexistenz der Nationalparks des Landes und der angrenzenden Bewohner hinwirken.


Wo wirkt upendo?


Partnerorganisation ECLAT

Philomena und Toima Kiroya, Gründer und Leiter von ECLAT

Toima und Philomena Kiroya haben vor einigen Jahren in Tansania die ECLAT Development Foundation gegründet, um den Menschen ihrer Volksgruppe, den Massai, in einer abgeschiedenen Gegend Tansanias aus Rückständigkeit und Armut herauszuhelfen. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit zusammen mit dem Projektmanager Bakiri Angalia liegen im Bereich Schulbildung und in Frauenprojekten zur Stärkung der Rolle der Frauen. Unsere Partnerorganisation ECLAT wird vom Staat als eine der besten NGOs angesehen, auch weil die Organisation nur einen kleinen Teil des Geldes für Verwaltung ausgibt.

Nach längerem Bemühen zeigt sich inzwischen in der Bevölkerung die Akzeptanz der Projekte ganz konkret. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Bildung und Ausbildung wächst zusehends. Mit Billigung der Stammesältesten und der Ehemänner können Frauen nunmehr den Kulturfortschritt mitbestimmen. Sie dürfen sich versammeln, persönliches Eigentum besitzen, an mehrtägigen Seminaren teilnehmen, und sie lernen zu wirtschaften. Diese Aufwertung der Frau ist ein eklatanter Schritt in der kulturellen Weiterentwicklung der bisher noch rückständigen Volksgruppe der Massai. Mit sich anbahnendem Selbstbewusstsein und ersten Einblicken der Frauen in wirtschaftliche Zusammenhänge kann sich vieles positiv verändern. Das ermöglicht einen sozialen Wandel, der Menschen befähigt, sich selbst zu helfen, anstatt abhängig zu bleiben oder abhängig zu werden. Der erste Schritt dazu ist bereits vollzogen. Konkret bedeutet das auch, dass mehr Eltern, vornehmlich die dafür zuständigen Frauen, ihre Kinder immer häufiger und auch regelmäßig zur Schule schicken. Deshalb müssen die bestehenden Schulen dringend ausgebaut oder renoviert werden; neue Schulen werden gebraucht.


Schulausbau Primarschulen

Die renovierte Primarschule im Ortskern von Loiborsoit „A“

Die Primarschulen in abgelegenen Gegenden Tansanias wie dem Simanjiro-Distrikt sind zumeist in einem katastrophalen Zustand – viele wurden noch in der Kolonialzeit für nur wenig Schüler gebaut. Obwohl seitdem so gut wie nichts renoviert wurde, wird heute dort eine vielfache Schülerzahl unterrich­tet, oft mehr als 100 Kinder je Klassenraum. Das motiviert Eltern natürlich nicht, ihre Kinder zur Schule zu schicken, zumal die Schulwege oft 10 Kilometer und mehr weit sind und es keine anderen Transportmöglichkeiten als die eige­nen Füße gibt. 2018 haben wir an insgesamt 7 Primarschulen Tansanias gebaut: 2 Schulen wurden erweitert, 2 Schulen renoviert und 3 neue Schulen gebaut. Es ist jedes Mal eine besondere Ehre und Freude, an den Feierlichkei­ten zur Übergabe einer neuen bzw. renovierten Schule an die Kommune und den tansanischen Staat als Betreiber der Schule teilzunehmen.

Austausch der Urkunden zur Übergabe der neuen Primarschule in Loiborsoit „A“

Eindruck eines Besuchers: Neben meinem Interesse an den Menschen wollte ich mir auch die Gebäude aus der Perspektive eines Architekten anschauen. Die Leistungen des Bauunternehmers, der mit der jeweiligen Komplettleistung vom Fundament bis zum Anstrich beauftragt wurde, machten einen stabilen und handwerklich sau­beren Eindruck. Erschrocken war ich dagegen über den Zustand der von uns besuchten Schulen in den Dörfern des Distrikts: Klassen­räume mit kaputten Fußböden, undichte und z.T. fehlende Dächer, unzu­reichende und desolate sanitäre Einrichtungen u.v.m.

Joachim Buchmüller (August 2018, gekürzt)


Sekundarschule Emboreet

Unser wichtigstes und größtes Schulprojekt ist der Bau der Sekundarschule in Emboreet über einen Zeitraum von insgesamt 6 Jahren. Neben dem Anschluss der restlichen Gebäude an das schuleigene Solarstrom-Netz wurde 2018 von ECLAT ein weiteres Dormitorium für Mädchen gebaut, ein mit 21 Computern ausgestattetes Computerraum und eine zentrale Bücherei, die wir am 20. Oktober 2018 an die Regierung übergeben konnten. Die Schülerzahl ist bereits auf etwa 500 gestiegen; und die Ergebnisse der Abschlussprüfungen Ende 2018 waren richtig gut. Auch die Übergabe der neuen Wohnhäuser für Lehrer im Februar 2018 löste große Freude aus: Den Lehrern bleiben nun lange Märsche zur Schule und nach Hause erspart, was sich auch positiv auf die Schülerbe­treuung und den Unterricht auswirkt.

Der neue Computerraum an der Sekundarschule in Emboreet


Grundsteinlegung zum Handwerkerzentrum

Grundsteinlegung zum Handwerkerzentrum (20.10.2018)

Für alle unsere Baumaßnahmen im Simanjiro-Distrikt kommen die Handwerker von außerhalb des Distrikts. Und: Viele unserer Schüler schaffen keinen Schul­ab­schluss, der sie zu einem Studium qualifiziert. Wir haben daher beschlossen, in Emboreet eine Handwerkerschule zu bauen, um Jugendlichen aus dem Dis­trikt eine Berufsperspektive zu bieten. Später sollen sie sich im Distrikt eine Existenz aufbauen können. Dank der Unterstützung durch das BMZ (Bundes­ministe­rium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) haben die Baumaßnahmen für das Zentrum im Oktober 2018 begonnen, sodass bereits Mitte 2019 die ersten Jugendlichen ihre Maurerlehre beginnen können.


Frauenarbeit von ECLAT

Philomena Kiroya bei einem Treffen mit einer Frauengruppe

Philomena hat sich als gebildete Massai zur Aufgabe gesetzt, die Stellung der Frauen in ihrer Gesell­schaft zu verbessern. Sie lebt in ihrem Heimat­dorf und hat von dort aus zunächst dafür gesorgt, dass sich Frauen in Gruppen zusammentun, miteinander reden und gemeinsam versuchen, sich etwas Geld zu erwirtschaften. Für Massai-Frauen, die normal­erweise ihr „Boma“ nur zu besonderen Anlässen verlassen dürfen und deren Besitz ihren Männern gehört, sind das revolutionäre Veränderungen. Innerhalb nur weniger Jahre sind diese Treffen für die Frauen zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die Frauen sind deutlich erkennbar selbstbewusster und unab­hängiger geworden. Und – was mindestens genauso wichtig ist: Die Männer akzeptieren dank des Einflusses von Toima diese Ent­wicklung.

Herstellung von flüssiger Seife

ECLAT betreut 75 Gruppen von je 30 Frauen. Bei ihren regelmäßigen Treffen reden die Frauen einer Gruppe miteinander über das, was sie beschäftigt. Phi­lomena und ihre Mitarbeiterinnen nehmen immer wieder an ihren Treffen im Dorf teil. Auch 2018 haben wieder 10 Frauengruppen einen „Mikrokredit“ als Startkapital erhalten. Die Frauen entscheiden, in welcher Form sie mit dem Geld wirtschaften wollen, z.B. durch den Betrieb einer Maismühle, der Her­stellung von Ziegelsteinen, der Herstellung und dem Vertrieb von flüssiger Seife, durch Näharbeiten u.v.m. Manche Gruppen sind sehr erfolgreich, andere weniger.

Übergabe einer Maismühle (19.08.2018)

Eindrücke von Besuchern: In besonderer Weise beeindruckt waren wir von einer kulturellen Weiterentwicklung der Volksgruppe der Massai. Der Fort­schritt voll­zieht sich maßgeblich über die Aufwertung der Massaifrauen. Es gibt inzwischen viele altersgemischte Frauengruppen, die regelmä­ßig in ihren Dör­fern besucht werden und darüber hinaus mit Billigung ihrer Männer mehrtägig in Emboreet im Frauenzentrum unterrichtet werden. Wir haben erlebt, dass für uns intensiver Austausch mit den Massaifrauen auch nonverbal gut möglich ist. Wir spürten, wie wichtig ihnen der Besuch von Frauen aus Europa war, den sie als große Wert­schätzung empfanden.

Alina und Ute Gosger, Zita Schwarz (August 2018, gekürzt)


Seminarzentrum für die Frauengruppen

Die Frauengruppe aus Kaangala beim Unterricht im Seminarzentrum

Während die Frauen sich sonst für ein paar Stunden im Dorf treffen, kommt im Seminarzentrum eine Gruppe für eine Woche zusammen und wird dort von zwei Lehrerinnen unterrichtet. Die meisten der Frauen haben nie auf einer Schulbank gesessen. Hier erfahren sie Wichtiges über Hygiene und Gesundheit, den Umgang mit Geld, Erzie­hung und seit 2018 auch über Familienpla­nung. Das starke Bevölkerungswachstum der Massai ist ein ernst zu nehmendes Problem. Familienplanung, Gewalt in der Familie und die Beschneidung der Mädchen vor der Hochzeit sind wichtige Themenbereiche. Informationen über Schwangerschaftsverhütung erfolgen behutsam, weil die Akzeptanz vonseiten der Männer noch nicht sehr ausgeprägt ist. Die Frauen werden an staatliche Gesundheitsstationen des Distrikts verwiesen, wo sie sich beraten und behan­deln lassen können und kostenfrei Hygieneartikel erhalten.


PAULA Wasserprojekt in Sukoro

Sauberes Trinkwasser für Sukoro

Im Dorf Sukoro wurde schon Anfang 2017 eine PAULA Wasserfiltrationsanlage eröffnet. Aus einem Stausee, in dem täglich tausende Rinder, Schafe und Zie­gen baden und saufen, wird in der Seemitte Wasser entnommen und im Con­tainer durch Membrane zu sauberem und keimfreiem Trinkwasser aufbereitet. Über den Containern installierte Solarzellen liefern die dafür benötigte Energie. Unter der Supervision von ECLAT hat das Wasserkomitee des Dorfes in 2018 seine Aufgabe zum Betrieb der Anlage zuverlässig übernommen, sodass das Dorf täglich mit Trinkwasser von guter Qualität versorgt wird.


Partnerorganisation PAMS

Zaun zum Schutz von Feldern vor Elefanten

Mit der PAMS Foundation arbeiten wir im Konfliktfeld zwischen Mensch und Natur zusammen.Die Elefanten im weltberühmten Ngorongoro-Krater ver­weilen nicht nur im Krater, sondern machen sich auf jahrhundertealte Wander­wege. Das starke Wachstum der tansa­nischen Bevölkerung führt aber dazu, dass die Menschen an immer mehr Stellen des Landes Felder anle­gen. Wäh­rend der Regen- und Erntezeiten kommen aber auch die Elefanten gerne auf die Felder, um sie kahl zu fressen – und die Menschen leiden Hunger. Am Ngoron­goro-Krater hat PAMS 2018 einen Schutzzaun entlang der Fel­der eines Korridors errichtet: Der „Zaun“ besteht aus in Chili-Sud getauchten Tüchern. Der Geruchssinn von Elefanten ist hoch sensibel, sie bleiben dem Zaun fern. Nicht ein Elefant ist während der nächtli­chen Wan­derungen im Korridor auf die daran angrenzenden Felder oder in die Dörfer gekommen. So lernen die Bau­ern, sich und ihre Felder zu schützen und mit den wilden Tieren zu leben. Nur dann sind sie auch bereit, den National­park-Gedanken und das Lebensrecht der wilden Tiere zu akzeptieren. Immerhin sind die Nationalparks eine wichtige Einnahmequelle für das Land.

Das von PAMS gedruckte neue Schullehrbuch „Hilfe für Bruder Nashorn“

An einer Reihe von Sekundarschulen östlich und westlich des Tarangire-Natio­nal­parks hat PAMS 2018 auch das Bildungspro­jekt „Leben in Harmonie mit der Natur” durchge­führt. Wir möchten damit das Bewusstsein für die Bedeutung der Wildtiere und die Erhaltung der natürlichen Ressourcen in der Bevölkerung erhöhen. Der „Club” ist bei den Schülern sehr beliebt. Sie lernen den Sinn von Natur- und Tierschutz, das Anpflanzen von Bäumen, und sie besuchen die Nationalparks. Dabei lernen sie, die relevanten und wichtigsten Umwelt­pro­bleme ihrer Region zu verstehen. Das von PAMS entwickelte Lehr- und Lehr­material ist pädagogisch wertvoll. Es wird in den Schulen erfolgreich einge­setzt, sodass sich der Lernzuwachs im Verstehen von Zusammenhängen deut­lich erkennen lässt.


Einnahmen von upendo im Jahr 2018

upendo bedankt sich bei all denen, die unsere Arbeit in jedweder Form unter­stützen, auch im Namen der betroffenen Menschen in Tansania. Besonderer Dank für die upendo gemäß dem Kassenbericht 2018 gewährte Unterstüt­zung geht an den Freundeskreis und folgende Orga­nisationen:

item GmbH


Ausgaben von upendo im Jahr 2018

upendo hatte 2018 für die Realisierung der Projekte in Tansania gemäß dem Kassenbericht im Jahr 2018 folgende Ausgaben:

Für upendo ist Transparenz ein zentrales Thema. Unsere jährlichen Kassen berichte unterliegen einer externen Prüfung durch die unabhängige externe Steuerberatungsgesellschaft JC Junga Consulting GmbHin Solingen. Auch die dem Kassenbericht 2018 von upendo zugrunde liegenden Aufzeichnungen wurden von dieser Steuerberatungsgesellschaft begutachtet und auf Ord­nungsmäßigkeit beurteilt. Die Steuerberatungsgesellschaft JC Junga Consulting GmbH hat upendo im Schreiben vom 11.04.2019 die Richtigkeit des Kassenbe­richts für das Jahr 2018 testiert, der mit Angabe des Kassenbestands Anfang und Ende 2018 auch hier auf unserer Homepage veröffentlicht ist.


Informationsveranstaltung am 14. April 2018

Informationsveranstaltung am 14. April 2018 in Leichlingen; v.l.n.r: Innenminister Herbert Reul, Bürgermeister Frank Steffes, Rebecca Trienekens-Domrös, Philomena Kiroya, Fred Heimbach, Toima Kiroya

Ein Zeichen ihrer Anerkennung und Dankbarkeit setzten Philomena und Toima Kiroya bei der Informationsveranstaltung von upendo am 14. April 2018 in Leichlingen. Sie beschenkten Herrn Reul, Innenminister von NRW und Schirm­herr von upendo, als auch Herrn Steffes, Bürgermeister der Stadt Leich­lingen, traditionell mit landestypischer Kleidung und einem Führungsstab – bei den Massai ein Symbol für Leiterschaft und Macht.

Eindrücke von Besuchern: Der Zugang zu Bildung ist der Schlüssel zu einem selbstbestimmten Leben und das Fundament für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft. Die Furcht vor dem Verlust der Traditionen – wohl mit einer der Gründe, weshalb Bildung bislang keinen hohen Stellenwert bei den Massai hatte – ist nicht unbegründet. Es ist daher ein schwieriger Balanceakt, Wege und Möglichkeiten einer besseren Zukunft für die Massai aufzu­zeigen, ohne diese zwanghaft von außen vorzuschreiben. Wenn es gelänge, Weiterentwick­lung als Chance zu verstehen und nicht als Bedrohung, wäre sehr viel gewon­nen. Die Voraussetzung dafür ist Aufklärung, die letztlich ohne Bildung nicht zu erreichen ist.

Sibylle Eck und Alexander Nikolakis (Februar 2018, gekürzt)

Fotos: J. Buchmüller, R. Fessel, U. Gosger, F. Heimbach, A. Salzmann

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Übersetzungen: Marita Sand