Die Primarschule in Emboreet machte bei unserem ersten Besuch im Jahre 2015 einen erbärmlichen Eindruck. Die Schule wurde 1956 von der katholischen Kirche gebaut; damals war es die erste Schule im Simanjiro Distrikt überhaupt. 1972 wurde sie nach der Unabhängigkeit als „Simanjiro Primary School“ dem Staat übergeben. Seitdem wurde an der Schule praktisch nichts repariert oder renoviert.

Die Schule wird für die im Dorf lebenden Kinder und die Kinder der näheren Umgebung als Tagesschule betrieben, für die Kinder aus den weiter entfernten Dörfern als Internat. Von den damals 566 Schülern (328 Jungen und 238 Mädchen) der Schule erschienen nur etwa 60% zum Unterricht. Die Eltern holten ihre Kinder vor allem in der kühlen Jahreszeit aus der Schule und brachten sie nicht wieder zurück, vor allem weil die Dormitorien in einem schrecklichen Zustand waren: Die Fenstergläser fehlten oder waren zerbrochen (die Gegend liegt über 1000 m über N.N. und es wird nachts kalt). Der Fußboden hatte große und tiefe Löcher, die Wände ebenfalls. Viele der Etagenbetten waren beschädigt und nicht mehr benutzbar, die Matratzen teilweise regelrecht zerfetzt. Die restlichen Betten waren zwar intakt, ihre Zahl reichte aber nicht aus, so dass manchmal drei Kinder in einem Bett schlafen mussten. Decken zum Zudecken gab es nicht, wohl aber Hühner, die durch die offenen Fenster und Türen in die Räume kamen und die Betten beschmutzen. Die Klassenräume waren verwahrlost: kleine und große Löcher in den Wänden und im Boden, wenige Schulbänke, einige davon nicht mehr verwendbar, fast alle Fensterscheiben zerbrochen oder fehlend. In der Mensa gab es weder Tische noch Stühle. Die Kochöfen wurden mit Brennholz betrieben, waren aber an der Außenseite zerbrochen. Der Kamin hatte an der Außenwand ein Loch von einem halben Meter Durchmesser, so dass man von außen in die Öfen hineinsehen konnte. Die Wohnhäuser der Lehrer waren in einem ähnlichen Zustand.

Es gibt neun Klassenräume an der Schule und zehn Lehrer (davon sechs Lehrerinnen), von denen nie­mand Englisch versteht, genauso wenig wie die Schulleiterin. Sieben der Klassenräume hatten einen dringenden Renovierungsbedarf: wir haben uns entschieden, in einer ersten Renovierungsphase 2016 zunächst einmal diese Klassenzimmer wiederherzustellen: Wandrisse wurden verputzt, Wände verstärkt, das undichte Dach geflickt, Fenster und Türen instand gesetzt, die Fußböden ausgebessert, usw. Da sich nicht alle Schulbänke reparieren ließen, mussten wir auch neue Schulbänke kaufen.

Übersicht über die einzelnen Projektschritte:

  • Renovierung der Klassenräume in 2016
  • Reparatur und Neuanschaffung von Schulbänken in 2016
  • Offizielle Eröffnung und Übergabe an die Regierung als Betreiber der Schule am 29. Juli 2016

Wir danken der DER Touristik und Fly & Help für die Finanzierung dieses Projektes.

DER TOURISTIK FOUNDATION

DER TOURISTIK FOUNDATION

Die DER Touristik ist mit knapp 9.400 Mitarbeitern, 7,7 Millionen Gästen und einem Netz an Agenturen fast überall auf der Welt präsent. Mit der Initiative „DER Welt verpflichtet – DER Bildung ein Zuhause geben“ unterstützt das Reiseunternehmen den Bau und Ausbau von Schulen in Ländern, in denen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße bessere Bildungs- und somit Zukunftschancen benötigen.
FLY & HELP

FLY & HELP

Die Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP wurde 2009 gegründet. Das Hauptziel von FLY & HELP ist die Förderung von Schulbildung. Mit Hilfe der Spenden werden schwerpunktmäßig neue Schulen in Entwicklungsländern errichtet. Wir danken FLY & HELP für die Unterstützung der Projekte von upendo.
Primarschule | Renovierung der Klassenräume
Date

Freitag, der 29. Juli 2016

Client

ECLAT

Category

2016, ECLAT, Primarschule

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